In der Mixed Zone – Ballesterer #133

 

In der Mixed Zone: Andrea Winter, Festivalveranstalterin

Premiere in Linz: Vier Tage lang wurden in der Kapu und der Stadtwerkstatt Anfang Juni Fußballfilme gezeigt. Beim Festival „Abseits“ liefen lokale Klassiker wie „Es geht sich immer nicht aus“ über die Vienna und internationale Produktionen.

 

ballesterer: Wie ist die Idee zum Festival entstanden?

Andrea Winter: Die Filmemacher aus der Fanszene von Oldenburg, die gerade eine Doku zu ihrem Klub herausgebracht haben, haben den Trailer zu „Immer wieder geht die Sonne auf“ über Blau-Weiß Linz gesehen. Sie haben vorgeschlagen, die Filme gegenseitig vorzuführen. Daraus ist die Idee entstanden, ein Festival zu organisieren. Eigentlich sind also die Oldenburger daran schuld, dass es das Festival gibt. Ihr Film „Zwischen Himmel und Hölle“ über den VfB hatte bei uns Österreich-Premiere.

 

ballesterer: Ein Schwerpunkt liegt auf Filmen über Fußballerinnen wie „The Rail-Road Allstars“ und „Ladies’ Turn“. Wie haben Sie die Auswahl getroffen?

Leider gibt es in diesem Bereich noch keine sehr große Auswahl. Deshalb sind diese Filme schnell festgestanden. Dafür decken wir mit Guatemala, Iran, Nordkorea und Senegal fast alle Kontinente ab. Am spannendsten finde ich den Eröffnungsfilm „Han, Dul, Sed“. Sowohl inhaltlich, aber auch weil er von einer Österreicherin gemacht wurde, die mit einem ausschließlich weiblichen Filmteam gearbeitet hat.

 

ballesterer: Der Begriff „Abseits“ beschreibt außerhalb des Fußballs einen Bereich, der wenig beachtet wird. Wie passt das zum Festival?

Der Titel ist schnell aufgekommen und hat sofort gepasst. „Abseits“ trifft es einfach wunderbar, es ist ein ußballbegriff, der auch das Wesen der Filme charakterisiert – abseits vom Mainstream. Wir denken an eine biennale Fortsetzung und planen das zweite „Abseits“-Filmfestival für November 2020. Dann wird es hoffentlich auch nicht mehr selbstfinanziert sein müssen. Wir freuen uns über Förderung und Sponsoren!